EmilyErdbeer mit Maßband

Waldmarie

Klein, wild, süß, schön.

'Reine des Vallees'

Reifezeit: immertragend ab Mitte / Ende Juni

In einem Satz: Die Waldmarie ist die wahrscheinlich süßeste Unterpflanzung für Naschgärten und -kübel (z.B. Heidelbeerbengelchen) – praktisch und wunderschön.

Hast du beim Spazierengehen schonmal diese zuckersüßen Walderdbeeren gefunden? Du weißt schon, die, die so ganz anders sind als alle anderen Erdbeeren die man kaufen kann? Die, von denen man draußen in der Natur meistens nur zwei Beeren abbekommt und sich dann fragt, wo es mehr davon gibt? Genau so eine Erdbeere ist meine Waldmarie – eine richtige, echte Walderdbeere, wie sie auch am Waldrand oder auf Lichtungen wachsen. Sie gehört zu den schönsten und edelsten Erdbeerpflanzen überhaupt. Für uns Beeren-Zauber-Feen ist sie deswegen nicht nur eine Nutzpflanze, sondern auch ein Element zur Gartengestaltung.

Ihre Beeren sind länglich und kleiner als die Gartenerdbeeren. Hier zählt Klasse statt Masse. Auch die Pflanzen bleiben eher kompakt. Du brauchst für Walderdbeeren kein extra Beet anlegen, ich pflanze sie z.B. auch gerne als Unterpflanzung für Heidelbeeren, Strauchrosen oder Pfirsichbäumchen. Das ist praktisch, denn so ist selbst in kleinen Gärten oder auf dem Balkon genug Platz um gleich beides zu haben: ertragreiche Gartenerdbeeren und schöne, zuckersüße Walderdbeeren. Wollen wir gleich loslegen? Hier sind meine Tipps!

EmilyErdbeer auf einem Bett aus goldenen Erdbeeren

Goldmarie

Süßes Gold für deinen Garten

Fragaria vesca 'Gelbe Erdbeerfee'

Reifezeit: immertragend, ab Ende Juni

In einem Satz: Alles was du an Walderdbeeren so liebst – die Schönheit, den Geschmack, das Pflegeleichtsein – in zartem goldgelb.

Gold ist für viele Menschen das Größte. Alle wollen es haben. Als Fußball-Pokal oder Gold-Medaille. Piraten haben jahrhundertelang um Gold gekämpft, es in ihren Schiffen gebunkert und die Löcher in ihren Zähnen damit gefüllt. Amerikanische Siedler verfielen sogar in einen "Goldrausch" und haben alles getan um an das Glitzer-Metall zu kommen. Schon verrückt, dass sich so viele Menschen so lange mit Edelmetall beschäftigen – wo es doch die süßesten Goldstücke im Garten und auf dem Balkon gibt! Die 'Goldmarie' kostet nicht viel Geld und auch keine Mühe. Man muss sie nicht düngen und kann sie sogar als platzsparende Unterpflanzung (z.B. unter eine Heidelbeere) in den Halbschatten einsetzen. Trotzdem versorgt sie dich immer wieder mit kugeligen, süßen Erdbeer-Nuggets.

Die Beeren die hängen bleiben, fallen zu Boden und säen sich selbstständig aus. Wenn du sie lässt wächst aus der 'Goldmarie' mit der Zeit ein kleiner Walderdbeer-Wald. Das dauert natürlich, aber wenn du es geschickt anstellst, gehen dir die goldenen Walderdbeeren nie mehr aus. Kein Pirat und kein Banker auf der Welt, hat jemals so viele Zinsen bekommen! Wenn du abwechselnd rote und goldgelbe Walderdbeeren pflanzt, sieht das Ganze auch noch besonders gut aus.

Hand-Gartenschaufel und Dreizack Comic

Pflanzanleitung

Standortwahl & Pflanzanleitung

Unterpflanzung

Walderdbeeren brauchen nicht ganz so viel Sonne wie typische Gartenerdbeeren, können also auch im Halbschatten stehen. Um deinen Platz optimal zu nutzen, rate ich dir, Walderdbeeren als Unterpflanzung einzusetzen. Zum Beispiel für Heidelbeersträucher, Brombeeren, Strauchrosen oder ein Pfirsichbäumchen. Natürlich pflanzt man die Erdbeeren nicht in den vollen Schatten, sondern z.B. an den Rand des Heidelbeerkübels oder bei der Rose 20cm von der Stammmitte entfernt.

Sehr schön sind auch Beeteinfassungen mit Walderdbeeren: das ist, wenn du an den Rand deines Pflanzbeetes eine ganze Reihe mit Walderdbeeren pflanzt.

Pflanzabstand

Für eine Walderdbeere solltest du 20 bis 30cm Platz einplanen. Wir pflanzen einfach in einen wilden Verbund – hier eine, da eine, wie es dir gefällt. Mit der Zeit säen sich ungeerntete Früchte aus und bilden junge Keimlinge.

Boden

Erdbeeren fühlen sich wohl auf sandig-lehmigen Böden. Auf Böden mit viel Sand, kann das Wasser gut ablaufen. Das ist wichtig damit die Wurzel nicht fault oder krank wird. Der Lehmanteil in der Erde speichert die Feuchtigkeit und die Nährstoffe für die Pflanzen. Wenn nach dem Regen große Pfützen stehen bleiben, ist der Boden nicht geeignet.Wenn du dir nicht sicher bist verwende einen Sack Erdbeer- und Beerenerde. Diese Pflanzerde kann man großzügig im Beet verteilen und dann mit einer Gartenhacke oder einer Schaufel untermischen.

Den Boden kannst du, wenn du willst, mit Pinienrinde (oder etwas Ähnlichem) bestreuen. Das sieht gut aus und verhindert, dass sich unerwünschte Kräuter in deinem frisch gepflanzten Erdbeerbeet breit machen.

Für Balkon- und Terrassengärtner

Walderdbeeren können in jedem Balkonkasten oder auch in einem größeren Einzeltopf (mind. 20cm hoch) wachsen. Hier kannst du auch Walderdbeere und Hängeerdbeere nebeneinander wachsen lassen. Kombiniere verschiedene Erdbeeren und Beerensträucher – das sieht gut aus, bringt viele Beeren und ist dabei doch platzsparend. Zum Topfen verwenden wir Erdbeer- und Beerenerde.

Gießkanne und Schere, Comic

Emily's Pflegetipps

für bessere Walderdbeeren

Unkraut gibt es nicht

Nur Pflanzen, die dort wachsen wo wir etwas anderes haben möchten. Wenn große Disteln deine Pflänzchen einengen, muss man natürlich jähten. Aber Vorsicht: Walderdbeeren vermehren sich auch und zwar von alleine wenn du sie lässt. Sie sind nicht so aufdringlich und schnellwachsend wie die Distel und werden daher leider oft versehentlich mit weggemacht.

Die Waldmarie und ihre Freunde bilden keine Ausläufer, sondern keimen aus den Samen. Das sind die auffälligen Nüsschen auf den Beeren. Wenn also unter deiner Pflanze kleine Keimlinge sprießen, muss das noch lange kein Unkraut sein. Schau dir genau an, was du jähtest.

Kein Dünger

Walderdbeeren brauchen nicht viele Nährstoffe. Am besten ist es, jedes Jahr eine Schicht Kompost im Beet zu verteilen. Dünger brauchst du keinen zu kaufen.

Nicht schneiden

Ich hoffe dir wird nicht langweilig, denn deine Walderdbeeren machen wirklich keine Arbeit…

Regelmäßig gießen – direkt an die Basis

Die Wurzeln der Walderdbeeren reichen nicht besonders tief in die Erde. Wässere sie im warmen Sommer daher mehrmals in der Woche. Achte darauf, dass du nicht über das Blatt gießt – das vertragen die Pflanzen überhaupt nicht. Gieße direkt an die Basis der Pflanze.